Kürzlich unterhielt ich mich mit einem Kunden über die Vor- und Nachteile diverser Netzwerkspeicher-Konzepte.
Wir von dampf.it sind seit einiger Zeit Verfechter von vollwertigen PCs oder Miniservern als Netzwerkspeicher (NAS) für Backups etc.
Warum?
Nun, wir arbeiten bekanntermaßen mit der Firma Storagecraft zusammen und setzen gerne den ImageManager ein. Ein sehr interessantes und leistungsfähiges Produkt zur Prüfung, Konsolidierung und Synchronisierung von Datensicherungen. Dieser Image-Manger läuft auf einem eigenständigen Windows-System im Netzwerk, wobei ein einfacher PC mit Windows 7 Professional völlig ausreichend ist.
Auf einem eigenständigen NAS gibt es keinen ImageManager. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass häufig das Kopieren oder Replizieren der Daten des NAS auf eine USB-Platte (über die im NAS integrierten Funktionen) recht fehleranfällig ist. Auf einem Windows-PC hingegen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie das problemlos funktioniert.
Zusätzlich kann der Backup-PC noch kleine Serverdienste (z.B. einen kleinen Webserver für Testzwecke o.ä.) im Netz übernehmen.
Es bleibt allerdings noch der Einwand, dass ein PC viel mehr Strom verbraucht, als ein einfaches NAS-System mit Stromspar-Prozessor und ein paar Festplatten. Nun, das habe ich mal nachgemessen und war doch einigermaßen überrascht:
Ein Intel SS4200 Storage NAS mit Low-Voltage Celeron Prozessor und vier Festplatten im RAID 5 verbraucht im Leerlauf ca. 75 Watt, während ein PC mit Intel Core i3 CPU, 8 GB RAM und zwei Festplatten im Leerlauf rund 20 Watt weniger verbraucht.
Und tatsächlich ist es so, dass alle unsere Büro-PCs (unterschiedlicher Ausstattung und unterschiedlichen Alters), die ich gemessen habe, nicht mehr als 60-65 Watt verbrauchen.
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Das Intel NAS verbraucht im Leerlauf ca. 75 Watt
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Ein PC mit Intel Core i3 CPU verbraucht im Leerlauf ca. 55 Watt